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Infrastrukturbau

Visionen werden Realität

Wirtschaftliches Wachstum ist ohne den Ausbau der Infrastruktur nicht möglich. Wenn neue Stadtteile, Autobahnen oder Häfen gebaut werden, kann auch Holcim zeigen, was mit hervorragenden Produkten und einer reibungslosen Logistik möglich ist. Etwa beim Bau des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven.

Am Anfang war es nur eine Vision: Die Verantwortlichen für Politik und Wirtschaft in ganz Norddeutschland wollten an der strukturschwachen Nordseeküste bei Wilhelmshaven einen topmodernen Tiefseehafen bauen. Mit dem JadeWeserPort wollte man vom weltweit boomenden Containerverkehr profitieren und die Häfen in Hamburg sowie Bremen und Bremerhaven entlasten. Doch drei Jahre vor der Eröffnung des einzigen tideunabhängigen Tiefwasserhafens Deutschlands im September 2012 kam die Wirtschaftskrise und mit ihr brach auch der Containerumschlag ein. Öffentliche Diskussionen, Verwerfungen und Verzögerungen kamen hinzu, sodass der Hafenbetrieb stotternd anlief. Doch langsam, aber sicher kamen die positiven Schlagzeilen und heute können sich Bremen und Niedersachsen als Gesellschafter sowie der Hafenbetreiber Eurogate darüber freuen, dass ihre Vision langsam Realität wird: Im vergangenen Jahr wuchs der Containerumschlag des JadeWeserPorts im dritten Jahr in Folge zweistellig, 2018 um fast 20 Prozent. Aufgrund der außergewöhnlich guten nautischen Bedingungen laufen, wie geplant, regelmäßig Containerschiffe der größten Kategorie Wilhelmshaven an.

Projektdaten

Bauherr: JadeWeserPort
Realisierungs-GmbH & Co. KG

Bauphase 1: 2008–2011

Inbetriebnahme: 21. September 2012

Gesamtinvestition: 1 Milliarde Euro

Beton: Holcim

Zement: Holcim

Unsere Produkte

Das bietet der JadeWeserPort

Jahrhundertprojekt mit Holcim

Bei der Eröffnung des neuen Hafens im September 2012 sprach der damals amtierende Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen von einem „Jahrhundertprojekt für Norddeutschland“. Und das war nicht übertrieben. Innerhalb von nur vier Jahren seit Baubeginn hatten die Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes eine Menge bewegt. So steckt im JadeWeserPort auch viel Holcim: Bei der Herstellung der 1.725 Meter langen Kajeanlage wurden weit über 85.000 Kubikmeter Beton und 12.000 Tonnen Betonstahl verbaut. Und auch sonst bietet das Infrastrukturprojekt eine Menge Superlative.

Kontakt

Zement und Bindemittel

Andreas Michel
Produktmanager
Tel.: 0170 7936856

@ E-Mail schreiben

„Mit dem Aqua 4, unserem Spezialzement für Wasserbauwerke, haben wir einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet.“

Andreas Michel, Produktmanager Zement

Aufgrund der besonderen Anforderungen an die massigen Betone kamen die Hochofenzemente Holcim-Duo 4 N und Holcim-Duo 3 N sowie der Holcim-Aqua 4 zum Einsatz. „Mit dem Aqua 4, unserem Spezialzement für Wasserbauwerke, haben wir einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet“, sagt Holcim Produktmanager Andreas Michel und fügt hinzu: „Bei der Produktion dieses Hochofenzements wird aufgrund des hohen Hüttensandgehalts circa 70 Prozent weniger CO2 emittiert als bei herkömmlichen Portlandzementen.“

Während der Bauzeit des JadeWeserPorts
standen die Produktmanager von Holcim den bauausführenden Unternehmen mit ihrer Expertise zur Seite.
Beratung auf der Baustelle - Während der Bauzeit des JadeWeserPorts standen die Produktmanager von Holcim den bauausführenden Unternehmen mit ihrer Expertise zur Seite.

In den rund 1.800 Metern Beton-Überbauplatten wurde der Zement Holcim-Pur 4 N aus dem Holcim Zementwerk Lägerdorf verarbeitet. Auch die Beton-Kranbahnbalken für die Containerbrücken wurden mit Holcim Zementen hergestellt. Der aufgespülte Sand in der Fläche wurde bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern mit dem Spezialzement Holcim-Hydroport verfestigt und bildet so die Tragschicht für eine insgesamt 17 Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht für die Containerabstellflächen. „Mit hohem logistischem Aufwand haben wir an manchen Tagen bis zu 400 Tonnen Holcim-Hydroport aus Lägerdorf geliefert“, erklärt Andreas Michel. Insgesamt waren es weit über 10.000 Tonnen.

Besondere äußere Bedingungen erfordern besondere Maßnahmen: Stählerne Spundwandbohlen beziehungsweise die Kajeanlage sichern die Sandmassen gegen die Tideeinwirkungen der Nordsee. Im Herbst 2011 wurden von Tauchern zahlreiche gerissene Verbindungsnähte an den Spundbohlen, sogenannte Schlosssprengungen, festgestellt. Diese mussten vor Fertigstellung des Hafens abgedichtet und dauerhaft verschlossen werden. Andreas Michel: „Dafür wurde von Landseite eine Zementsuspension injiziert. Hier kamen wiederum über 10.000 Tonnen des Holcim-Duo 4 zum Einsatz.“

Leistungsfähige Infrastruktur

Auch für die infrastrukturelle Anbindung des Hafens wurde gesorgt: So wurde die Bundesautobahn A 29 ausgebaut und um eine drei Kilometer lange Straßenzufahrt zum JadeWeserPort erweitert. Die A 29 endet nun direkt von Süden kommend vor dem Güterverkehrszentrum im Hafengroden und sichert die reibungslose Anbindung an das Straßennetz.

„Der ungebrochene Trend zum Bau von Großcontainerschiffen und die weiterhin gut laufende Flächenverpachtung sind günstige Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des JadeWeserPorts.“

Bernd Althusmann (CDU), niedersächsischer Wirtschaftsminister

Beim Eisenbahnverkehr gingen die Planer ebenfalls von erheblich mehr Güterzügen aus, die die Strecke Wilhelmshaven–Oldenburg nutzen würden. Auf dem Gelände von Eurogate im Hafen wurde daher das Rail Terminal Wilhelmshaven (RTW) mit sechs Gleisen und drei Umschlagbrücken errichtet. Im Güterverkehrszentrum des Hafens entstand zudem eine sogenannte Vorstellgruppe mit 16 Gleisen, auf der ganze Züge Platz haben. Um eine leistungsfähige und nachfragegerechte Schienen-Hinterlandanbindung sicherzustellen, wurden der durchgehend zweigleisige Ausbau sowie die Erneuerung der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven beschlossen. Der mehrstufige Ausbauplan wird seitdem etappenweise realisiert.

Vom Schiff auf die Schiene. Der sechsgleisige Terminal des JadeWeserPorts verfügt über fünf Portalkräne.
Kombinierter Verkehr - Vom Schiff auf die Schiene. Der sechsgleisige Terminal des JadeWeserPorts verfügt über fünf Portalkräne.

Überzeugendes Logistikkonzept

Da der Untergrund der Eisenbahnstrecke durch weiche Schichten geprägt ist, sind aufwendige Erdarbeiten zur Bodenverfestigung erforderlich. Den Zuschlag für diese Arbeiten erhielt die Firma Sidla & Schönberger Spezialtiefbau GmbH mit ihrem Fräs-Misch-Injektionsverfahren (FMI). Aus Zement und Wasser wird auf einer Baustelleneinrichtungsfläche in einer mobilen Mischanlage eine Suspension hergestellt. Diese gelangt mit Pumpen über eine Länge von bis zu 1.000 Metern zur Fräsmaschine und wird hier in mehreren nebeneinander liegenden Streifen mit Breiten zwischen 0,5 und einem Meter und einer Tiefe von drei bis neun Metern eingefräst. Je Gleis entstehen so fünf Meter breite, homogene, monolithische FMI-Erdbetonkörper.

Nachdem bereits die Planfeststellungsabschnitte (PFA) 2 und 3 zwischen Rastede und Hahn sowie Jaderberg und Varel von 2011 bis 2014 mit Zement beliefert wurden, erhielt Holcim Anfang Februar 2017 auch den Auftrag zur Belieferung des PFA 4 von Varel bis Sande. Das Volumen beträgt 105.000 Tonnen Zement (Holcim-Duo 4 N), die bis 2020 geliefert werden. Tagesmengen von bis zu 800 Tonnen Zement stellen eine große logistische Herausforderung dar. Holcim überzeugte den Auftraggeber mit seinem Logistikkonzept und der Standortnähe des Zementwerks Bremen. Zusätzlich arbeitet die Deutsche Bahn intensiv an der vollständigen Elektrifizierung der Bahnstrecke. Die gute Bahn-Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts ist einer der Schlüssel des Wachstums der vergangenen Jahre und die weitere Verbesserung wichtig für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte.

Zementwerk Bremen

Für den Ausbau der Bahnstrecke liefert Holcim den Zement. Bis 2020 beträgt das Volumen weitere 105.000 Tonnen.

„In absehbarer Zeit werden wir den zweiten Bauabschnitt in Angriff nehmen müssen.“

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen

Es geht also weiter – denn Infrastrukturplanung und -bau sind nicht nur langwierig und erst langfristig zu bewerten, sie sind auch niemals endgültig abgeschlossen. Und so gehen die Überlegungen, obwohl die Umschlagkapazität des JadeWeserPorts von 2,7 Millionen TEU pro Jahr noch längst nicht ausgeschöpft ist, längst weiter: Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, dem größten Anteilseigentümer des JadeWeserPorts, äußerte im Interview mit der Deutschen Presse Agentur im Dezember 2018 seinen Willen zum Ausbau: „In absehbarer Zeit werden wir den zweiten Bauabschnitt in Angriff nehmen müssen.“ Hierbei geht es um die Verlängerung der Kaje, die Vergrößerung der nutzbaren Industrieflächen und außerdem die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Wie bei vielen Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung zeigt sich: Es dauert und die Beteiligten brauchen einen langen Atem.

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