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ECOPact Zero von Holcim

Produkte

„Nachhaltige Betone sollten Standard werden“

Ein Ort zum Wohnen und Arbeiten – einzigartig, inspirierend und doch bezahlbar. Das waren zu Beginn der Corona-Pandemie die Wünsche von Architekt Frank Zeising. Als er nicht fündig wurde, stand fest, dass dieser neu gebaut werden musste und zwar nachhaltig, gesund und kreislaufgerecht. Der klimaneutrale Beton ECOPact Zero von Holcim spielte dabei eine wichtige Rolle.

Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den BDA (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten) und die Cradle to Cradle NGO engagiert sich der Düsseldorfer Architekt Frank Zeising seit vielen Jahren für bezahlbaren Wohnraum und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Als die Corona-Maßnahmen das kulturelle und auch gastronomische Angebot massiv beschnitten hatten und das hybride Arbeiten zur Selbstverständlichkeit wurde, entstand bei ihm der Plan, die Stadt zu verlassen und ein eigenes Bauprojekt zu realisieren.

Jens Ewert
Berater Architekten und Planer
Tel.: 0151 26 11 61 86

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„Im Sommer 2020 fanden wir dann fast zufällig ein wunderschönes Erbpachtgrundstück in einem kleinen Baugebiet“, erklärt Zeising, der sich als Inhaber von Stufe 4 Architektur und Mitbegründer des Netzwerks Healthy Living Lab kritisch hinterfragte: „Die Frage stand im Raum, ob wir überhaupt neu bauen und dadurch Flächen versiegeln dürfen. Wir haben uns dafür entschieden, aber es sollte nachhaltig, gesund und möglichst kreislaufgerecht sein.“

Die eine Einheit des Zweifamilienhauses wird dabei als Wohnraum genutzt, die andere Einheit bietet Raum für das Architekturbüro. In diesem sollen zukünftig kleine Netzwerk- und Informationsveranstaltungen des Healthy Living Lab ausgerichtet werden. „Wir möchten Menschen zusammenbringen und so gemeinsam nachhaltiges und gesundes Bauen, Wohnen und Leben fördern“, erklärt Zeising und freut sich über zukünftige Kontakte.

Kein Holz: Rohstoffpreise auf Rekordniveau

Ursprünglich sollte der neue Bau zu einem großen Teil aus Holz bestehen. Nur für die Bodenplatte und einen kleinen Keller war Beton vorgesehen. „Wer baut schon gern mit Klimakillern?“, fragt Zeising. „Die immensen CO2-Emissionen bei der Herstellung von Zement sind kein Geheimnis und sechs bis acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen sind nicht unbedeutend.“

Aufgrund der weltweiten Krise, dem Mangel an Baustoffen und den steigenden Baukosten cancelte Zeising zuerst den Bau des Kellers und musste dann auch den Plan verwerfen, den Großteil des Bauwerks mit Holz zu realisieren. Denn der Holzpreis erreichte im Sommer 2021 ein Rekordniveau und die Mehrkosten von 65.000 Euro waren nicht finanzierbar.

Auf der Suche nach Alternativen lernte Zeising den Holcim-Berater Jens Ewert kennen, der ihm die Möglichkeit aufzeigte, trotz des Einsatzes von Beton nachhaltig bauen zu können. Über das Webinar „Bauen mit nachhaltigen Betonen“ entstand der Kontakt zu den Holcim Mitarbeiter:innen Katja Wickel (Produktmanagerin Transportbeton) und Sinan Güngör (Vertrieb Transportbeton), die Zeising eine CO2-Kalkulation der passenden Beton-Sorten zur Verfügung stellten ­– mit einer signifikanten CO2-Einsparung im Vergleich zum Branchendurchschnitt.

ECOPact Zero: Kurze Wege für mehr Nachhaltigkeit

„Nach der Kontaktaufnahme haben wir den klimafreundlichen Beton Holcim ECOPact in Kombination mit einer Beispielrechnung vorgestellt“, erklärt Sinan Güngör. „Gleichzeitig haben wir für die Realisierung die Bauunternehmung Elsemann aus Geldern empfohlen. Die verbliebenen 15,4 Tonnen CO2-Emissionen wurden durch MoorFutures Zertifikate kompensiert.“ Bei MoorFutures handelt es sich um ein Projekt, bei dem Moore in Deutschland wiedervernässt werden, um die Kohlenstoffspeicherung im Boden zu erhalten und zu verbessern. Eine Tonne CO2 entspricht in etwa einer Fahrt mit einem Mittelklasse-Benziner über 4.900 Kilometer.

„Es ist schade, dass Beton seit einiger Zeit in Misskredit geraten ist. Mit dem klimaneutralen Produkt ECOPact Zero zeigen wir, dass man auch mit Beton nachhaltig bauen kann.“

Sinan Güngör

Am Ende lieferte Holcim rund 125 Kubikmeter C25/30 ECOPact Zero Beton aus dem 14 Kilometer entfernten Transportbetonwerk Brüggen (CSC Gold zertifiziert) nach Nettetal in Nordrhein-Westfalen und der Bau konnte Anfang 2023 abgeschlossen werden. „Herr Zeising engagiert sich sehr für nachhaltiges Bauen“, freut sich Güngör. „Dadurch sind interessante Gespräche über verschiedene Materialien und Möglichkeiten entstanden.“

Dem kann Frank Zeising nur zustimmen. „Die Zusammenarbeit mit Holcim lief sehr gut und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ Dass die verbleibenden CO2-Emissionen am Ende ausgeglichen worden sind, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Die MoorFutures Zertifikate haben wir als Teil des ECOPact Zero-Angebots von Holcim erworben. Sie sollen uns täglich daran erinnern, dass wir unser Engagement fortführen und intensivieren müssen. Als Architekten sind wir mitverantwortlich für die Klimakrise. Wir können den Weg in eine bessere Zukunft mitgestalten und Nachhaltigkeit und Design verbinden.”

Interview:

Herr Zeising, warum ist der Baustoff Beton aus Ihrer Sicht so in Verruf geraten?

Frank Zeising: Wer baut schon gern mit Klimakillern? Als Architekten möchten wir unsere Umgebung und unser Leben bereichern und Gutes für Mensch und Umwelt tun. Die immensen CO2-Emissionen bei der Herstellung von Zement sind kein Geheimnis und sechs bis acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen sind nicht unbedeutend. Trotz aller Vorteile, Vorlieben und Vorzüge können wir Zement und Beton nicht unvermindert einsetzen, wenn es klimagerechte und nachhaltige Alternativen gibt.

Frank Zeising
Stufe 4 Architektur

Wo sehen Sie noch Hebel, um verstärkt CO2 einsparen zu können?

Frank Zeising: In der Suffizienz. Was brauchen wir wirklich zum Glücklichsein? Darf es etwas weniger sein? Muss alles neu sein? Jedes Produkt, das wir nicht kaufen, muss nicht produziert und nicht transportiert werden. Die globale Klimakrise verlangt von uns ein neues Verständnis davon, wie wir in Zukunft leben, arbeiten, konsumieren und bauen wollen.

Was wünschen Sie sich von der Bauindustrie in der Zukunft?

Frank Zeising: Ich wünsche mir, dass die Bauindustrie mehr Verantwortung übernimmt und den Wechsel zu nachhaltigeren Produkten mit deutlichen Preisnachlässen forciert und fördert. Nur so können diese Produkte zeitnah zum Standard werden. Wir müssen raus aus der Komfortzone und mehr Veränderung wagen. Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen nur mit nachhaltigen, ressourcensparenden und kreislaufgerechten Geschäftsmodellen langfristig erfolgreich sein werden.

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