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CO2-Reduktion: Das Ziel fest im Blick

Holcim will eine Führungsrolle bei der klimafreundlichen Transformation einnehmen und hat mit weiteren Partnern eine sektorübergreifende Zusammenarbeit für die Abscheidung und Nutzung von CO₂ im großindustriellen Maßstab gestartet. Das Ziel lautet „Netto-Null-Unternehmen“.

Der Kohlendioxid (CO₂)-Fußabdruck der Bauindustrie ist derzeit noch erheblich. Bei der klimafreundlichen Transformation nimmt Holcim eine Führungsrolle ein. Das Ziel lautet  „Netto-Null-Unternehmen“, also Klimaneutralität, die bis 2050 Realität werden soll – mit verpflichtenden, klar definierten wissenschaftlich fundierten Zielen. Dabei arbeitet Holcim national wie international konsequent an der Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Zementwerke, Produkte und Lösungen.Die bisherigen Ansätze zur Reduktion von CO₂-Emissionen in der Zementproduktion reichen dabei nicht aus. Der Umbau zu CO₂-Neutralität bedarf ganz neuer innovativer Technologien wie etwa die  Kohlenstoffabscheidung. Und es gilt in sektorenübergreifenden Lösungen mit anderen Schlüssel­industrien zu denken – etwa Allianzen mit den Bereichen Grüne Energie, Wasserstoffproduktion, Wärme, Grundstoffindustrie oder Mobilität.

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Weitere Infos zur Westküste100:

www.westkueste100.de

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eine sektorübergreifende Wertschöpfungskette, die grünen Wasserstoff nutzt und in der Kohlendioxid eine wertvolle Ressource für die industrielle Weiterverwendung ist.
Beispielhaftes Modell - eine sektorübergreifende Wertschöpfungskette, die grünen Wasserstoff nutzt und in der Kohlendioxid eine wertvolle Ressource für die industrielle Weiterverwendung ist.

Pionierprojekt Lägerdorf

Bestes Beispiel hierfür ist die bereits Anfang 2019 in Schleswig-Holstein gebildete branchenübergreifende Partnerschaft WESTKÜSTE100. Das Ziel lautet, aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff zu produzieren und die dabei entstehende Abwärme zu nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe eingesetzt und in Gasnetze eingespeist werden.

Welche Rolle spielt dabei das Zementwerk Lägerdorf? Für die Treibstoffproduktion ohne fossile Brennstoffe wird prozessbedingt unvermeidbares CO₂ aus dem Werk als Rohstoff verwendet: Das CO₂ wird aus der Klinkerproduktion zu nahezu 100 Prozent kosteneffizient abgeschieden. Fachleute sprechen hier von Carbon Capture and Usage (CCU). Das Besondere und Innovative an dem Reallabor-Projekt ist die Verzahnung unterschiedlicher Stoffkreisläufe innerhalb einer bereits bestehenden regionalen Infrastruktur. Die Dekarbonisierung von Industrie, Mobilität und Wärmemarkt soll zunächst bis 2025 getestet und anschließend bis Ende des Jahrzehnts in eine großindustrielle Lösung skaliert werden.

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Pressemitteilung zum Projekt

Mai 2021: HySCALE100 nimmt erste Hürde bei der Förderung im Bereich Wasserstofftechnologien

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Mehrere Teilprojekte

Im August 2020 erhielt das Projekt die Förderzusage des Bundeswirtschafts­ministeriums über insgesamt 30 Mio. Euro. Seitdem laufen im Reallabor mehrere Teilprojekte. Mitte April 2021 wurde das Teilprojekt OXYFUEL100 erfolgreich abgeschlossen: Im Zementwerk Lägerdorf liefen hierzu zwei umfassende Studien zur Investitionsvorbereitung für die Umstellung auf ein Oxyfuel-Verfahren der zweiten Generation. Hierbei untersuchte Holcim mit den Technikpartnern thyssenkrupp Industrial Solutions und Linde neben dem Oxyfuelprozess die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der nachgelagerten CO₂-Auskopplung, -Aufbereitung und -Weiterleitung zur nachgeschalteten Methanolsynthese.

„Ehrgeiz ist der Katalysator für Innovationen und Nachhaltigkeit“

Thorsten Hahn, CEO Holcim (Deutschland) GmbH

Umsetzung der Vision fest im Blick

Während andere Teilprojekte des Real­labors durch die Projektpartner weitergehen, plant Holcim bereits jetzt die gemeinsame große Version „Grüner Wasserstoff und Dekarbonisierung im industriellen Maßstab“. Lägerdorf soll schon bald eines der weltweit ersten Net-Zero-­Zementwerke sein. Denn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus dem Reallabor sind außerordentlich positiv. Sie liefern Holcim notwendige Informationen für anstehende Investitionen. Ohne staatliche Hilfe sind die Transformationsschritte im großindustriellen Maßstab nicht zu schaffen: Für den geplanten Umbau zum Oxyfuel-Verfahren ist eine neue Ofenlinie zu bauen. Insgesamt ist mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich zu rechnen. Die Projektrealisierung bei Holcim steht daher noch unter dem Vorbehalt der zu beantragenden Fördermittel. Der Erfolg der industriellen Dekarbonisierung wird wesentlich davon abhängen, ob die notwendigen finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene geschaffen werden.

Holcim Deutschland hat deshalb in enger Abstimmung mit dem Mutterkonzern bereits Ende Oktober 2020 eine Interessensbekundung für Fördergelder aus dem EU Innovations Fund abgegeben. „Im März 2021 kam die positive Nachricht, dass wir mit weiteren Bewerbern in der engeren Auswahl sind. Bis Ende Juni 2021 werden wir den Vollantrag abgeben und spätestens im ersten Quartal 2022 sollte die EU-Entscheidung fallen“, sagt Arne Stecher, Leiter Dekarbonisierung Zementproduktion Holcim Deutschland.

Sauerstoff statt Luft

Das Grundprinzip des Oxyfuel-Verfahrens besteht darin, durch den Einsatz von reinem Sauerstoff bei der Zementherstellung ein CO2-angereichertes Abgas zu produzieren. In Lägerdorf soll der bei der grünen Wasserstoffproduktion entstehende überschüssige Sauerstoff (O2) künftig im Zementwerk in den Verbrennungsprozess eingespeist werden. Dabei werden nahezu 100% der CO2-Emissionen bei der Zementherstellung abgeschieden. Das Abgas wird anschließend weiter zu einem hochreinen CO2-Gas als Ausgangsstoff für die chemische Industrie aufbereitet und als Rohstoff für andere Industrien eingesetzt.

Torsten Krohn (Leiter Zementwerk Lägerdorf), Dr. Bernd Buchholz (Wirtschaftsminister Schleswig-Holstein), Dirk Burmeister (Entwicklungsagentur Region Heide), Thorsten Hahn (CEO/ Geschäftsführer Holcim (Deutschland) GmbH), Dr. Antoine Aslandes (CEO / Geschäftsführer Hynamics Deutschland GmbH , Prof. Dr. Michael Berger (Fachhochschule Westküste) (v. l.)
Ministerbesuch - Torsten Krohn (Leiter Zementwerk Lägerdorf), Dr. Bernd Buchholz (Wirtschaftsminister Schleswig-Holstein), Dirk Burmeister (Entwicklungsagentur Region Heide), Thorsten Hahn (CEO/ Geschäftsführer Holcim (Deutschland) GmbH), Dr. Antoine Aslandes (CEO / Geschäftsführer Hynamics Deutschland GmbH , Prof. Dr. Michael Berger (Fachhochschule Westküste) (v. l.)

Mit Unterstützung wird im Themenfeld „Dekarbonisierung Zementindustrie“ fest gerechnet, denn das Thema Klimaschutz ist im Interesse der gesamten Gesellschaft und kann deshalb auch nur gemeinsam angegangen werden. Das sieht auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz so: „Innovation ist ein Schlüssel für wirtschaftliche Entwicklung genauso wie für die Energiewende und die Dekarbonisierung. WESTKÜSTE100 wird nicht nur neue Wege zu Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft aufzeigen. Zugleich kann es Beispiel sein für den Aufbau einer grünen Industrie im ländlichen Raum. Heute noch benötigt dieses Innovationsprojekt öffentliche Förderung. Morgen jedoch sollen sein Ausbau und Nachfolgeprojekte beitragen zur Wertschöpfung im Lande, mit neuen Arbeitsplätzen und als Ort von noch mehr Innovation.“

Kontakt

Dekarbonisierung in der Zementindustrie

Arne Stecher

Leiter Dekarbonisierung Zementproduktion

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Innovation ist auch das Stichwort für Holcim Deutschland CEO Thorsten Hahn: „Wir haben uns für das Zementwerk Lägerdorf ehrgeizige Ziele zur Senkung der CO2-Emissionen gesetzt – denn Ehrgeiz ist unser Katalysator für Innovation und Nachhaltigkeit. Es gilt jetzt, schnell, entschlossen und mit großen Schritten weiter voranzugehen. Wir sind bei der groß­industriellen Umsetzung Vorreiter und Vorbild. Die europäische Zementindustrie kann durch den Einsatz der Oxyfuel-Technologie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und somit helfen, den Fußabdruck der Bauindustrie deutlich zu reduzieren.“

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