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Infrastrukturbau

Durchbruch

An der A 8 zwischen Wendlingen und Ulm entsteht ein beeindruckendes Bauwerk: Der rund acht Kilometer lange Albvorlandtunnel ist Teil des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm und wird den Bahnverkehr in Baden-Württemberg spürbar voranbringen. Für den Tunnelbau fertigte das Bauunternehmen 54.000 Fertigbauteile, sogenannte Tübbinge – mit Beton von Holcim.

Das schweizerische Bauunternehmen Implenia erhielt 2015 den Zuschlag der Deutschen Bahn. Seitdem sind 700 Menschen diverser Firmen am Bau des Albvorlandtunnels beschäftigt. Darunter auch die Holcim Kies und Beton GmbH, die von 2017 bis 2019 dafür gesorgt hat, dass die Betonlieferungen für die Tübbinge „just-in-time“ und in höchster Qualität erfolgten.

Bereits Monate vor Baubeginn hatten Holcim Experten an der richtigen Zement- und Beton-Rezeptur gefeilt. Dabei galt es auch für den Spritzbeton die richtige Mischung zu finden. Schroffe Gesteinswände und Erdreich – daran muss der Baustoff haften bleiben. Und dazu muss das Material möglichst schnell aushärten“, verrät Hagen Aichele, Leiter Beton Region Süd, Holcim.

Das Bauunternehmen Implenia versorgte die Spezialisten mit wichtigen Informationen zu allen Anforderungen an den Baustoff. Und so gelang es dem Labor, die innovative Sonderanfertigung herzustellen. „Nach schon 50 Minuten ist der Beton in der Lage den Stollen in vollem Umfang zu stabilisieren“, erklärt Hagen Aichele.

54.000 Tübbinge

Als Tübbing wird ein vorgefertigtes Bauteil eines Tunnels bezeichnet, das die Außenschale der Tunnelröhre bildet. Je nach Tunnellänge braucht es eine Vielzahl von Ringen – für den Albvorlandtunnel wurden 54.000 Stück von Implenia gefertigt.

Blick auf die Baustelle

Video: Deutsche Bahn Konzern

Mobile Betonproduktion
Für diesen umfangreichen Auftrag platzierte Holcim zwei mobile Mischanlagen auf der Baustelle: eine am Ostportal in Kirchheim/Teck für die Produktion der Tübbinge und eine am Westportal in Wendlingen für die Produktion des Spritzbetons und Konstruktionsbetons. Ein Silozug transportierte den Zement aus dem Zementwerk in Dotternhausen und Holcim produzierte in unmittelbarer Nähe zur Baustelle mehr als 220.000 Kubikmeter Beton für die Tübbinge.

„Für einen reibungslosen Ablauf stellte Holcim zwei mobile Mischanlagen auf. Alleine für die Tübbinge wurden rund 220.000 Kubikmeter Beton just-in-time produziert.“

Hagen Aichele, Leiter Beton Region Süd, Holcim

In kürzester Zeit vom Mischer zur Schalung
Nur 50 Meter weiter verarbeitete Implenia den Beton sofort weiter. Möglich machte das eine Kübelbahn. Zwei vollautomatisierte Gondeln nahmen den frischen Baustoff direkt am Mischer auf und brachten ihn zur Metall-Schalung. In ihr härtete der Beton dank der speziellen Mischung nach gerade einmal neun Stunden aus. Ein Kran hievte die 10,3 Tonnen schweren Betonfertigteile schließlich zum Lagerplatz neben dem Tunnelportal.

Ökologisch betrachtet sei das „eine feine Sache“. Die Tübbinge waren in wenigen Fahrminuten am Einsatzort und kostenintensive Lkw-Einsätze wurden ebenso wie Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß auf ein Minimum reduziert.

Gut zu wissen

Der Albvorlandtunnel ist einer von zwölf Tunneln, die zu der neuen Zugverbindung zwischen Wendlingen und Ulm gehören. Der Bau des über acht Kilometer langen Tunnels begann bereits 2016. Der Tunnel besteht aus zwei eingleisigen Röhren mit einem Durchmesser von je elf Metern.

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Von hier aus gelangten die Tübbinge auf kurzem Weg zur Großbaustelle, wo sie zu Ringen zusammengefügt und in den beiden Röhren des Albvorlandtunnels eingebaut wurden.
Tübbing-Lager am Ostportal - Von hier aus gelangten die Tübbinge auf kurzem Weg zur Großbaustelle, wo sie zu Ringen zusammengefügt und in den beiden Röhren des Albvorlandtunnels eingebaut wurden.

Erfolgreicher Durchbruch
Holcim Mitarbeiter Daniel Eppler behielt als Projektleiter den Überblick und koordinierte Produktion und Logistik. Eine wichtige Aufgabe. Schließlich mussten die beiden Tunnelbohrmaschinen namens Wanda und Sibylle ständig mit Nachschub versorgt werden. Im Herbst 2019 gelang der Durchbruch. Und auch der von Nürtingen kommende Vortrieb in den Albvorlandtunnel hat reibungslos geklappt. Hier kam der Spritzbeton von Holcim zum Einsatz. Dieser wurde 300 Meter vom Stollen produziert und wurde ohne Umwege direkt eingebaut.

28 statt 54 Minuten

Auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke gelangen Zugreisende ab 2022 in nur 28 statt 54 Minuten von Stuttgart nach Ulm. Zu dem DB Projekt Stuttgart–Ulm gehören noch weitere Neubauten – wie etwa die Filstalbrücke zwischen dem Boßler- und dem Steinbühltunnel.

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Die Leistungen von Holcim für den Albvorlandtunnel: zwei mobile Mischanlagen, individuelle Betonrezepturen, Spritzzement,
Know-how und Service

Nach dem Tunnelbau ist vor dem nächsten Auftrag
Als die Arbeiten am Albvorlandtunnel fertiggestellt wurden, wurde die mobile Mischanlage in der Kirchheimer Otto-Hahn-Straße auf Tieflader verladen und zur nächsten Großbaustelle transportiert.

Der Albvorlandtunnel beginnt auf Höhe von Wendlingen am Neckar. Der Tunnel passiert Kirchheim/Teck und stößt kurz vor Jesing wieder an die Oberfläche. Er liegt durchgehend südlich der Autobahn.
Wo gebaut wird - Der Albvorlandtunnel beginnt auf Höhe von Wendlingen am Neckar. Der Tunnel passiert Kirchheim/Teck und stößt kurz vor Jesing wieder an die Oberfläche. Er liegt durchgehend südlich der Autobahn.

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