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Renaturierung: Flora und Faune

Projekte

Natur und Umwelt

Ein wichtiges Anliegen im Umgang mit Natur und Umwelt ist es, insbesondere im Rohstoffabbau entsprechend gesetzlichen Auflagen – und oft darüber hinaus – verantwortlich zu handeln. Auch der Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser und mit Abfall ist im Umweltmanagement der Zementwerke verankert.

Schon vor Beginn der Erschließung von Flächen zur Entnahme von Rohstoffen werden im Rahmen von Umweltverträglichkeitsuntersuchungen und Rekultivierungsplänen Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. So wird eine sukzessive Rekultivierung mit Fortschritt des Abbaus sichergestellt und der temporäre Eingriff in die Natur so gering und kurzfristig wie möglich gehalten.

Kontakt

Nicolas Schnabel
Pressesprecher
Tel.: 040 36 002 273

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„Wir sind es nachfolgenden Generationen schuldig, verantwortungsbewusst und sinnvoll mit den Ressourcen umzugehen, die uns zur Verfügung stehen.“

Thorsten Hahn, Vorsitzender der Geschäftsführung Holcim Deutschland

Natur und Umwelt in Höver

Für die Herstellung von Klinker am Standort Höver setzen wir als Rohstoff Kalkmergel ein. Das Abbaugebiet ist planfestgestellt und hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Aktuell wird im Nord-Osten, Süd-Westen und Süd-Osten in Höver abgebaut.

Der alte Steinbruch wird gemäß den behördlichen Auflagen verfüllt, zumeist wird dafür der eigene Abraum aus der genehmigten Abbaufläche verwendet. Im Jahr 2020 wurde großflächig Abraum abgetragen und zur Verfüllung des alten Steinbruches genutzt. Bis 2025 sind nun keine weiteren Abraumtransporte notwendig.

Im Rahmen des regelmäßigen Monitorings unserer Abbaugebiete wurde eine Kammmolchpopulation entdeckt. Ein Ausweichbecken für diese Population wurde im Jahr 2020 angelegt, die Umsiedlung wird in den Jahren 2021 / 2022 stattfinden.

Des Weiteren wurden wieder Ersatzpflanzungen vorgenommen und die Schmetterlingswiese wurde weiter gepflegt. Das Holcim Zementwerk in Höver und der Naturschutzverband Niedersachsen hatten im Jahr 2018 ein Artenschutz-Projekt gestartet: Auf den Lärmschutzwällen des Unternehmens in Höver und Bilm wurden neue Lebensräume für Schmetterlinge – etwa den Schwalbenschwanz – geschaffen. Auf dem Betriebsgelände in Höver wurde zudem ein öffentlich zugänglicher Schmetterlingsbesucherpfad mit Informationstafeln angelegt.

Das Kammmolchbiotop in Höver wurde 2020 angelegt.
Rekultivierung - Das Kammmolchbiotop in Höver wurde 2020 angelegt.

Natur und Umwelt in Beckum

Für die Herstellung von Klinker am Standort Beckum setzen wir als Rohstoffe Kalkstein und Kalkmergel ein. Der Kalkmergel wird derzeit im Rahmen eines Abbauzinses im Steinbruch Bruch-Nord der Firma Dyckerhoff sowie in den eigenen Steinbrüchen Kollenbach 2 und Lippberg-Nord abgebaut. Von besonders hoher Qualität sind die sogenannten „Beckumer Schichten“ in dem Beckumer Kalkmergelvorkommen.

Zur Aufkalkung und somit als Korrekturstoff wird hochreiner Kalkstein aus Warstein mittels Bahn in das Werk Beckum geliefert. Je nach Qualitätsvorgabe bzw. -vorkommen wird der Bedarf an hochreinem Kalk zur Herstellung des Rohmehls angepasst.

Natur und Umwelt in Lägerdorf

Die Kreide wird hier in der Grube Heidestraße mit Schaufelradbaggern abgebaut, zu Schlamm verarbeitet und über eine Pipeline ins Zementwerk gepumpt. Bei dem derzeitigen Verbrauch reichen die Vorräte für die Zementproduktion voraussichtlich bis 2038 – also noch knapp 20 Jahre.

Weitere Maßnahmen im Boden- und Naturschutz in Lägerdorf umfassten im Berichtsjahr unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Pflege des Abraumwalls der Grube Heidestraße zur Förderung der landschaftlichen Entwicklung im Bereich dieses Walls
  • Prüfung der Einrichtung und Nutzung eines Ökokontos für Ausgleichsflächen sowie Umsetzung für die Ausgleichsmaßnahmen im Jahr 2020
  • Umsetzung von Anforderungen aus der EU-Wasserrahmenrichtline zur Verbesserung der Gewässerqualität im Oberfächengewässer Breitenburger Kanal. Planung und Beantragung einer Genehmigung zum Bau einer Pipeline zwischen Grube und Stör zur direkten Grubenentwässerung.

Mit der Rohstoffgewinnung bei Holcim sind immer auch zeitlich begrenzte Eingriffe in die Natur und Landschaft verbunden. Gleichzeitig tragen auch in Lägerdorf Brachflächen für Pionierpflanzen, Brutplätzen für Vögel, Blühstreifen sowie Blumen- und Streuobstwiesen sowie weitere Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. So werden viele ehemalige, aber noch betriebene Abbau- und Randflächen und weitere Flächen zu einem wichtigen Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten.

IMKERN IM UMFELD DER STREUOBSTWIESE

Zum Zementwerk Lägerdorf gehört eine alte große Streuobstwiese in unmittelbarer Nachbarschaft zum Produktionsgelände. In lockeren Gruppen verstreut stehen hier auf einer Wiese alte Obstbaumsorten (Hochstämme) – ein Hotspot der Biodiversität und Heimat für unterschiedlichste Insekten, darunter Wildbienen. Durch die extensive Nutzung der Streuobstwiese stellte sich über die Jahre eine große Artenvielfalt in der Umgebung ein.

Die Streuobstwiese in Lägerdorf beheimatet unterschiedliche Insekten – darunter auch Wildbienen.
Ex Holcim-Mitarbeiter Willy Vogel - Die Streuobstwiese in Lägerdorf beheimatet unterschiedliche Insekten – darunter auch Wildbienen.

Die alte Streuobstwiese ist auch für Imker sehr interessant: Hier stellt der pensionierte Holcim Mitarbeiter Willy Vogel in Abstimmung mit der Werksleitung seit vielen Jahren seine Völker für die Saison auf. Jedes Bienenvolk liefert pro Jahr bis zu 40 Kilogramm Honig. Seit fast 40 Jahren ist Willy Vogel mit Leib und Seele einer von über 130.000 Imkern in Deutschland und hat auch für die besonders gefährdeten Wildbienen, denen diese Umgebung gut gefällt, mehrere hölzerne Insektenhotels gebaut.

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