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Projekte

„Beton wird immer seinen Platz haben“

Die LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction wurde 2003 gegründet, um das Bewusstsein für die wichtige Rolle zu schärfen, die Architektur, Ingenieurwesen, Stadtplanung und Baubranche für die Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft spielen. Geschäftsführer Edward Schwarz begleitet die Stiftung seit der ersten Stunde.

Interview

Beschäftigt sich die Foundation heute noch mit denselben Fragestellungen wie beim Start im Jahr 2003?

Edward Schwarz: Damals kam der Begriff Nachhaltigkeit so langsam in Schwung – heute ist er schon abgenutzt und zu einem Standardbegriff für alles Mögliche geworden. Dagegen setzen wir uns als Foundation mit möglichst konkreten Definitionen ab. So haben wir die CO2-Reduktion ganz bewusst in unsere fünf sogenannten Target Issues zum Thema Nachhaltigkeit einbezogen. Hier reagieren wir auf den verstärkten Anspruch nach Materialien und Lösungen, die weniger CO2-intensiv sind. Es dreht sich dabei inzwischen auch vielmehr um ein Mit- und Nebeneinander verschiedenster Materialien in unterschiedlichen Kombinationen als um ein Entweder-oder.

Aktuell läuft der 6. Zyklus der Lafarge- Holcim Awards. Was steht heute im Vordergrund: Umwelt? Natur? Architektur?

Edward Schwarz: Es ist eine Kombination aus allem. Weil wir den Begriff so breit dehnen, bietet er überall Raum für Neues und Innovationen. Was aktuell weniger eingereicht wird, sind Einzelprojekte. Die Einreichungen drehen sich vielmehr um Projekte, die der Gesellschaft zugute kommen. Da geht es ums Kollektiv, um ganze Stadtteile oder zum Beispiel in weniger entwickelten Ländern um ganze Favelas. Das Einzelne für einen Einzelnen ist ja auch nicht besonders nachhaltig. Es geht um das Ganze. Außerdem spürt man, dass Wasser ein immer wichtigeres, ganz zentrales Thema wird. Über alle Kontinente hinweg. Von kleinen bis zu riesigen Projekten.

„Es ist bekannt, dass wir so breit aufgestellt sind, um uns glaubwürdig für die Nachhaltigkeit im Bauen einsetzen zu können. Die Experten spüren, dass wir kein Marketinginstrument sind – sonst kämen sie nicht.“

Die Jurys sind mit den großen Namen aus Architektur, Ingenieurbau und Wissenschaft besetzt – wie gewinnen Sie diese Persönlichkeiten?

Edward Schwarz: Es ist bekannt, dass wir so breit aufgestellt sind, um uns glaubwürdig für die Nachhaltigkeit im Bauen einsetzen zu können. Die Experten spüren, dass wir kein Marketinginstrument sind – sonst kämen sie nicht. Die aktuellen Jurys sind die jüngsten, die wir je hatten – und wir haben einen großen Frauenanteil. Wir fragen die Jurymitglieder mit dem Ziel an, dass sie ihr Know-how einbringen, und jeder gewichtet letztlich etwas anders. Während der Ingenieur auf die technischen Errungenschaften schaut, betrachtet der Soziologe den gesellschaftlichen Aspekt viel intensiver. Und genau diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen machen die Foundation aus. Die Mitglieder der Foundation selbst nehmen an den Jury-Meetings gar nicht teil.

 

Null Energie, null Emissionen, null Abfall – welches dieser drei Felder steht denn am meisten im Fokus?

Edward Schwarz: Angesichts der Klimabeziehungsweise der CO2-Diskussion dominiert aktuell das Emissionsthema. Rational betrachtet geht es aber um Lebenszyklen – oder „Nutzungszyklen“. Der Unterschied ist, dass der Lebenszyklus irgendwann fertig ist, während der Nutzungszyklus für den ewigen Kreislauf steht. Da bin ich übrigens überzeugt, dass Beton eines der wenigen Materialien ist, das unbeschränkt wiederverwertet werden kann.

Treiber für Nachhaltigkeit

Die LafargeHolcim Foundation und ihre assoziierten Universitäten haben fünf sogenannte Target Issues (Zielvorgaben) identifiziert, um die Erhaltung des menschlichen Lebensraums für zukünftige Generationen zu sichern.

 

Die Target Issues dienen ebenso als Kriterien für Projekte, die bei den LafargeHolcim Awards eingereicht werden, als auch als Grundlage für die weiteren Aktivitäten der Foundation:

Mehr Infos

Die ausgezeichneten Projekte sind Leuchtturmprojekte für nachhaltiges Bauen und Impulsgeber. Was sind die Hindernisse für neue Ideen und Innovation?

Edward Schwarz: In Experten-Diskussionen kristallisiert sich die Bürokratie als größtes Hindernis heraus: Es ist höchste Zeit, bestehende Normen und Vorschriften zu überdenken und anzupassen. Das wiederum ist nicht die Aufgabe der Foundation. Hier ist die Politik gefordert. Der Gesetzgeber muss einen Weg finden, um flexibler und schneller zu werden und Neues möglich zu machen.

Teilnahme

Eingabeschluss für den aktuellen 6. Wettbewerbs­zyklus ist der 25. Februar 2020. Mehr Infos dazu:

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