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Holcim Bau-Forum

Zeit, um Antworten zu liefern

Das 14. Holcim Bau-Forum brachte wieder Vertreter verschiedener am Bau beteiligter Branchen zusammen – wenn auch diesmal virtuell. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wurden die Herausforderungen hinsichtlich nachhaltiger und klimafreundlicher Lösungen diskutiert.

14. HOLCIM BAU-FORUM

Eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung am 2. November.

2020 gilt mehr denn je: Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und so trafen sich am 2. November die rund 200 Teilnehmer des Holcim Bau-Forums erstmals nicht an einem Ort, sondern versammelten sich an ihren digitalen Endgeräten und einige wenige im Fernsehstudio in Hannover.

Der Architekt und Gewinner des LafargeHolcim Awards 2012 Francis Kéré begrüßte die Teilnehmer des Bau-Forums mit einer sehr persönlichen Videobotschaft. Darin rief er alle Bauschaffenden dazu auf, für mehr Nachhaltigkeit eng zusammenzuarbeiten, gemeinsam besser zu planen und dabei auch schon frühzeitig die Wahl des Baumaterials zu bedenken. „Dann werden wir erfolgreich den Menschen dienen!“, so Kéré.

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Das Holcim Bau-Forum findet jährlich Anfang November statt. Ein Überblick über die vergangenen Jahre.

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Weniger ist mehr

In seiner Eröffnungsrede griff Thorsten Hahn, CEO Holcim Deutschland, den roten Faden von Francis Kéré auf und zitierte das Credo der LafargeHolcim Foundation: „Nachhaltigkeit bedeutet, in Zukunft mehr zu bauen, aber weniger zu verbrauchen.“ Hieraus leitete er den gemeinsamen Auftrag für die Branche ab: „Wenn wir das als Teil der Bauwirtschaft nicht aufzeigen, wer soll es dann machen?“

Thorsten Hahn, CEO Holcim Deutschland, bei seiner Eröffnungsrede im Fernsehstudio in Hannover.
Auftakt - Thorsten Hahn, CEO Holcim Deutschland, bei seiner Eröffnungsrede im Fernsehstudio in Hannover.

„Nachhaltigkeit bedeutet, in Zukunft mehr zu bauen, aber weniger zu verbrauchen.“

Thorsten Hahn, CEO Holcim Deutschland

Mit gutem Beispiel vorangehen

Thorsten Hahn erläuterte dem Publikum, etwa Architekten, Investoren, Bauunternehmern und Forschenden, welchen Stellenwert das Thema Klimawandel heute beim Holcim Mutterkonzern hat: LafargeHolcim spielte bereits 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris eine aktive Rolle. Seither verfolgt der Konzern die Umsetzung der Klimaziele und setzt dabei neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. Nun unterzeichnete LafargeHolcim als erster globaler Baustoffkonzern die „Business Ambition for 1.5°C“ der Science Based Targets Initiative (SBTi) und unterstreicht damit den Führungsanspruch für nachhaltiges Bauen mit innovativen Lösungen. Thorsten Hahn erläuterte, was das ganz praktisch für Holcim Deutschland bedeutet: „In den vergangenen Jahren haben wir Fragen gestellt, wie das Bauen der Zukunft aussehen kann oder wie unsere Baustoffe nachhaltiger und umweltfreundlicher werden können. Heute wollen wir Antworten geben. Wir wollen zeigen, dass wir nicht über eine ferne Zukunft reden, sondern schon heute Lösungen haben, die wir umsetzen können.“ Um solche Lösungen und Ansätze ging es dann in den Fachvorträgen.

Bauteile optimieren und CO2 einsparen

Roland Bechmann, Vorstand und Partner der Werner Sobek AG, schilderte aus der Sicht der Architekten und Planer, wie und wo beim Thema CO2 angesetzt wird. Es gelte, die „grauen Emissionen” in den Blick zu nehmen, also jene, die durch Bau, Instandhaltung und Rückbau von Gebäuden entstehen. Durch Optimierungen der Bauteile ließe sich viel Material und damit CO2 einsparen. Bei der Baustoffwahl gehe es nicht um ein Gegeneinander verschiedener Materialien wie Holz oder Stahlbeton. Stattdessen müsse man jedes Bauteil hinsichtlich der CO2-Einsparung optimieren und so jeweils den perfekten Baustoff für jede Bauanwendung finden. Um dies attraktiv zu machen, forderte er wie schon Thorsten Hahn: „Wir müssen über die Bepreisung des CO2 nachdenken!“

Roland Bechmann

Erfahren Sie mehr über die Optimierung einzelner Bauteile.

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Heute handeln!

Anschließend referierte der Architekt Nils Nolting von Cityförster, (Architekten, Ingenieure und Stadtplaner) über „Carbon Based Design – von der Vision zur Realisierung“. In seinem Vortrag ging er darauf ein, dass heute viel zu häufig Gebäude abgerissen und neu gebaut werden, anstatt die Weiter- oder Umnutzung zu forcieren. Unter der Überschrift „Grüne Dividende – wie Nachhaltigkeit zum Investment-Prinzip wird“ zeigte Robert Kitel, Head of Sustainability & Future Research, den Nachhaltigkeitsansatz der Alstria Office REIT-AG aus Hamburg auf. Das Unternehmen investiert in Büroimmobilien in den großen deutschen Wirtschaftszentren und hat Low-Carbon Prinzipien aufgestellt, die der Dekarbonisierung des Immobilienportfolios zugrunde liegen. Die Entscheidung für die Dekarbonisierung sieht Kitel auch wirtschaftlich als absolut notwendig an: „Wir müssen heute handeln, nicht erst wenn der Druck noch größer wird!“

Nils Nolting

„Carbon Based Design – von der Vision zur Realisierung“ – der Beitrag des Architekten in voller Länger.

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Robert Kitel

Hier finden Sie den gesamten Vortrag „Grüne Dividende – wie Nachhaltigkeit zum Investment-Prinzip wird“.

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Sechs Messestände und eine Lounge

Während der Pause besuchten die Online-Gäste in der virtuellen Veranstaltungslocation sechs Messestände, an denen Holcim Experten über die neuesten Holcim Produkte und Lösungen informierten. Die Networking-Lounge bot mit Chatrooms Raum für den Austausch untereinander.

Fortschrittlich

Holcim wird im vierten Quartal 2021 als erster Anbieter auf dem deutschen Markt in einem Fertigteilwerk CPC-Platten in Serie herstellen.

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Ressourcen sparen

„CPC: die neue Messlatte beim ressourceneffizienten Bauen mit Beton“, hieß es nach der Pause. Josef Kurath, Professor für Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, referierte über „eine neue Betonbauweise“. CPC steht für Carbon Prestressed Concrete. CPC-Platten sind mit dünnen vorgespannten Carbonlitzen bewehrt. Da Carbon eine sehr hohe Zugfestigkeit aufweist und nicht korrodiert, können tragfähige dünne Betonplatten hergestellt werden. Aufgrund des wesentlich geringeren Materialbedarfs können durch deren Verwendung deutliche Ressourceneinsparungen erzielt werden.

Josef Kurath

Hier erfahren Sie mehr über das Thema „Carbon Prestressed Concrete“.

zum Vortrag

Diskussion mit Experten von Holcim

Zum Abschluss des Bau-Forums gab es eine von der Moderatorin Silke Leinweber geleitete Diskussion mit den im Studio anwesenden Holcim Mitarbeitern Werner Spilles, Director Readymix, Marc Holberg, Leiter Baustofftechnik Transportbeton und Dr. Mathias Höppner, Leiter Technisches Marketing. „Keine Zukunftsmusik mehr: klimaneutral betonieren mit ECOPact Zero“ lautete die Überschrift der Diskussionsrunde. Das Trio erklärte das Prinzip der klimafreundlichen ECOPact Serie – dank einer optimalen Betonzusammensetzung und Verwendung von CO2-reduzierten Zementen wird hier die CO2-Bilanz deutlich reduziert.

Diskussion

Die Podiumsdiskussion zu „Holcim ECOPact Zero: Der klimaneutrale Beton“ mit den Holcim Experten Werner Spilles, Marc Holberg und Dr. Mathias Höppner.

Zum Vortrag

Bei ECOPact Zero werden zusätzlich die prozessbedingten CO2-Emissionen durch regionale Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen.

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Das klimaneutrale Zementwerk – keine Utopie

Um jene prozessbedingten CO2-Emissionen ging es dann im letzten Beitrag des Tages. Daniel Reiser, Holcim Director Cement Industrial Performance, stellte das wohl ambitionierteste Projekt der deutschen Zementindustrie vor: „Westküste 100: auf dem Weg zum klimaneutralen Zementwerk“. Daniel Reiser erklärte, wie im Zementwerk Lägerdorf das abgetrennte CO2 einer weiteren Verwendung zugeführt werden soll und Teil eines Wirtschaftskreislaufs mit weiteren industriellen Partnern wird. Dieses Projekt ist keine Utopie, sondern soll schon 2028 Realität sein.

Daniel Reiser

„Westküste 100: auf dem Weg zum klimaneutralen Zementwerk“ – der gesamte Beitrag rund um das ambitionierte Projekt.

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Diese Ansicht bot sich allen Teilnehmern auf ihren digitalen Endgeräten.
Perspektivwechsel - Diese Ansicht bot sich allen Teilnehmern auf ihren digitalen Endgeräten.

Austauschen und netzwerken

Nach den Vorträgen fanden sich noch viele Teilnehmer an den virtuellen Infoständen und in der Networking-Lounge ein, um sich auszutauschen und zu netzwerken. Auch im neuen Gewand war das Holcim Bau-Forum nach dem Feedback vieler Teilnehmer ein voller Erfolg. Die Branche ist beim Thema Nachhaltigkeit in Bewegung und es bleibt spannend, welche weiteren Antworten bis zum nächsten Bau-Forum gefunden werden. Den ersten Montag im November 2021 sollte man sich in jedem Fall schon einmal freihalten.

Virtuelle Messe – Während der Pause konnten die Teilnehmer sechs Messestände zu nachhaltigen Holcim Produkten und Lösungen besuchen.

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