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Carbon Capture: Holcim investiert in die Zukunft

In Zusammenarbeit mit Cool Planet Technologies Limited (CPT) und dem Helmholtz-Zentrum Hereon plant Holcim den Bau eine CO2-Abscheideanlage. Der Versuchsbetrieb soll im ersten Quartal 2022 im Zementwerk Höver starten.

Um auch für künftige Generationen eine lebenswerte Welt zu bauen, müssen massiv CO2-Emissionen eingespart werden. Denn die Baubranche allein ist für einen Ausstoß von rund 40 Prozent des weltweit anfallenden Kohlendioxid verantwortlich.*

Kontakt

Nicolas Schnabel
Pressesprecher
Tel.: 040 36 002 273

Email schreiben

Holcim will eine Führungsrolle bei der Dekarbonisierung einnehmen und dies durch konkrete Maßnahmen untermauern. So zum Beispiel durch den Bau einer Carbon Capture Anlage im Zementwerk in Höver. Mit an Bord befindet sich Cool Planet Technologies Limited (CPT); ein Unternehmen aus dem Bereich nachhaltige Technologien, das sich auf kostengünstige CO2-Abtrennung fokussiert. Ebenfalls involviert ist das Helmholtz-Zentrum Hereon, auf dessen PolyActive™ Membrantechnologie die CO2-Abscheideanlage basiert.

Mit der Anlage sollen Leistung, Wirtschaftlichkeit und Einsatzverhalten im größeren Maßstab demonstriert werden. Im Anschluss wollen die Partner einen Rahmen für die Implementierung der Technologie in anderen deutschen Zementwerkstandorten von Holcim etablieren. Startschuss für die Aufnahme des Versuchsbetriebs ist das erste Quartal 2022.

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Drei Phasen bis zur finalen Ausbaustufe

Nach einem erfolgreichen Start des Versuchsbetriebs sollen in der ersten Phase ab 2023 5.600 Tonnen CO2 pro Jahr abgeschieden werden. Im Anschluss soll die Anlage in zwei weiteren Phasen (2024 und 2026) so erweitert werden, dass 170.000 bzw. 1,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr abgetrennt werden können. Die finale Ausbaustufe wird in der Lage sein, 90 Prozent der CO2-Emissionen der Anlage in Höver abzutrennen und hochreines CO2 in flüssiger Form für die Sequestrierung oder Nutzung zu liefern.

„Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein“, erklärt Arne Stecher, Head of Decarbonization für Holcim Deutschland GmbH. „Der membranbasierte Ansatz von Cool Planet Technologies ist eine vielversprechende Lösung, daher sind wir und unsere Partner auf dem Weg, die Einsatzfähigkeit erheblich zu verbessern.“

Ein hoher Grad an Flexibilität

Die Kollaboration zwischen CPT und Hereon – Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, Deutschlands größter außeruniversitärer Forschungsinstitution – hat dabei das Ziel, die PolyActive™ Membrantechnologie nach einem Jahrzehnt der Entwicklung zu kommerzialisieren. Diese Technologie wurde entwickelt, um CO2 aus Gasströmen abzutrennen.

„Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein. Daher suchen wir nach der besten Carbon Capture Technologie.“

Arne Stecher

Verglichen mit anderen CO2-Abtrenntechnologien ist die Anlage kompakt, verbraucht deutlich weniger Energie und benötigt keine zusätzlichen Chemikalien für ihren Betrieb. Die Membrantechnologie kann zudem kostengünstig installiert sowie betrieben werden und ist geeignet, um existierende Anlagen mit ihr nachzurüsten oder sie direkt als integralen Teil von Neuanlagen vorzusehen.

CPT wird der Entwickler, Betreiber und Eigentümer im Carbon-Capture-Sektor sein, der eng mit den CO2-emittierenden Industrien zusammenarbeitet, um bezahlbare, kostengünstige CO2-Abtrennprozesse zu realisieren.

Andrew Corner, Managing Director CPT:

“Wir sind hocherfreut, mit Holcim zusammenzuarbeiten und so zu helfen, seine CO2-Emissionen zu senken. Zement wird für Jahrhunderte ein wichtiger Baustoff bleiben und somit ist die Dekarbonisierung seiner Herstellung ein essentieller Beitrag zum Erreichen von Netto-Null. Die Technologie von CPT und Hereon wird mehr als 90 Prozent des in Höver emittierten CO2s abtrennen. CPT ist entschlossen, kostengünstige Lösungen für die Industrien anzubieten, die schwer zu dekarbonisieren sind. Wir glauben, dass unsere Technologie die Kosten der CO2-Abtrennung signifikant reduzieren und dazu beitragen wird, kommerzielle Carbon Capture Einrichtungen zu etablieren.“

Torsten Brinkmann, Leiter der Abteilung Verfahrenstechnik des Hereon Instituts für Membranforschung: 

„Membrantechnologie ist ideal dafür geeignet, drängende Fragen resultierend aus dem Klimawandel und Wandel der industriellen Rohstoffbasis in den nächsten Jahren zu adressieren. Sie erlaubt die Behandlung von Gasströmen durch Nutzung einer einfachen und energieeffizienten Separationstechnologie. Die Abtrennung von CO2 aus diversen Gasströmen war ein Forschungsfokus am Hereon in den vergangenen Jahren. Die von einem interdisziplinären Forschungsteam entwickelten Membran-, Membranmodul- und Verfahrenstechnologien wurden in der energieerzeugenden Industrie erfolgreich getestet und sind nun bereit für den nächsten Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Industrie, zusammen mit Holcim und CPT.“

Arne Stecher, Head of Decarbonization für Holcim Deutschland GmbH:

„Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein. Daher suchen wir nach der besten Carbon Capture Technologie. „Die Beste“ heißt für uns: einfach, skalierbar und adaptierbar an viele Zementanlagen bei gleichzeitig den geringsten möglichen Produktionskosten, um damit auch nachfolgende Wertschöpfungsketten zu unterstützen. Der membranbasierte Ansatz von Cool Planet Technologies ist eine vielversprechende Lösung, daher sind wir und unsere Partner auf dem Weg, die Einsatzfähigkeit erheblich zu verbessern.“

*https://www.br.de/klimawandel/bauen-klima-nachhaltig-oekologisch-emission-100.html

© Fotos von: Hereon/Torsten Brinkmann

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