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Das neue DRK-Gebäude in Beckum.

Beckum baut grün

Innovativ, nachhaltig und klimafreundlich: Das ist die neue Zentrale des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Warendorf Beckum. Ein Leuchtturmprojekt, an dem Holcim mit Fertigteilen aus Geopolymerbeton und CO2-optimierten Betonen sowie CPC-Elementen beteiligt ist.

Das bisherige Gebäude des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Warendorf-Beckum (Nordrhein-Westfalen) platzte aus allen Nähten. Und so entschied sich der Vorstand für einen neuen und repräsentativen Verwaltungs-Neubau, der nach Fertigstellung über zwanzig neue Büros sowie Schulungs-, Sozial- und Sanitärräume verfügt.

Der Spatenstich für das Großprojekt fand im Juli 2023 statt. Die Bauarbeiten laufen indes auf Hochtouren. Mitte Juni werden die Treppe sowie die Wände für den Aufzug angeliefert, Anfang Juli kommen die FT-Balken sowie die CPC-Platten. Bis Ende des Jahres soll die neue Zentrale so bezugsfertig sein.

Im Fokus des Bauherren steht, „einen Neubau unter den Gesichtspunkten möglichst innovativ, zukunftsorientiert und klimafreundlich entstehen zu lassen“, so Dr. Karl-Uwe Strothmann, Präsident des DRK- Kreisverband Beckum e.V.

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Dr.-Ing. Kaleb Yared
Head of Research & Development

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Innovative Baustoffe und Bauteile

In Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro „ars“ aus Münster und dem Tragwerksplaner Mendler Ingenieur Consult aus Windach entstand so der Plan für ein modernes Gebäude, bei dem die verwendeten Baustoffe möglichst aus eben neuartigen und innovativen Materialien bestehen. Dazu zählen unbewehrte tragende Betonfertigteile, Geopolymerbeton sowie CPC-Elemente (siehe Extra-Kasten).

„Dank dieser innovativen Lösungen konnte die CO2-Einsparung auf Bauteilebene auf höchstes Niveau getrieben werden.“

Dr.-Ing. Kaleb Yared, Holcim Deutschland

„Mit Georgios Staikos, der als Vertreter des Innovationszentrums Westfalen das Projekt für das DRK mitinitiiert hat, und Stephan Beutner, dem Architekten dieses Projekts, standen wir von Anfang an in Kontakt und haben schon in der Planungsphase unsere auf das Projekt abgestimmten Lösungen vorgestellt“, erklärt Dr.-Ing. Kaleb Yared, der als Head of Research & Development für Holcim das Projekt federführend koordiniert.

DRK-Neubau wird vom Land gefördert

Zu den geforderten Lösungen gehören Betonfertigteile für Treppen-, Wand- sowie Balkenelemente, bei denen CO2-optimierte Betone eingesetzt wurden. Damit konnte gegenüber dem Branchendurchschnitt 30 Prozent CO2 eingespart werden. „Der Fokus auf Nachhaltigkeit beim Bauvorhaben wird mit dem Einsatz von zementfreien Geopolymerbeton-Wänden sowie unbewehrten tragenden Betonfertigteilwänden deutlich. Dank dieser innovativen Lösungen konnte die CO2-Einsparung auf Bauteilebene auf höchstes Niveau getrieben werden“, so Yared weiter.

Ab Juli 2024 erfolgt der Einbau der großformatigen CPC-Elemente erstmalig in Deutschland als Deckenkonstruktion, mit der sich eine Material- und CO2-Einsparung von über 75 Prozent realisieren lässt. Alle Fertigteilelemente wurden von Holcim Fertigteile in Essen (bei Oldenburg) und Neermoor (Ostfriesland) hergestellt und auf die Baustelle angeliefert.

Das Neubauprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 2, 7 Millionen Euro wird im Rahmen des Programms „Digitalisierung der Bauwirtschaft und Innovatives Bauen“ vom Land NRW mit einer Summe von 400.000 Euro gefördert. Dank der innovativen Bauweise entsteht ein Gebäude, das so gegenüber einem Neubau nach dem herkömmlichen KfW-Standard 40 Prozent CO2-Emissionen einspart.

„Die Zusammenarbeit mit Auftraggeber (Bauunternehmen Gebrüder Lorenz GmbH) und den ars-Architekten war außergewöhnlich eng, weil die CPC-, Geopolymerbeton- und unbewehrte Fertigteillösungen noch recht neu auf dem Markt sind“, so Yared. „Alles hat bisher wunderbar funktioniert. Deshalb möchten wir im nächsten Schritt gern weitere innovative Projekte gemeinsam umsetzen.“

Mehr Infos: CPC

CPC-Platten sind mit dünnen vorgespannten Carbonlitzen bewehrt. Da Carbon eine sehr hohe Zugfestigkeit aufweist und nicht korrodiert, können tragfähige, dünne Betonplatten hergestellt werden. Im Vergleich fallen CPC-Platten folglich drei bis vier Mal dünner aus, haben ein geringeres Gewicht – und dies bei gleicher Tragfähigkeit. Für das Projekt der DRK-Zentrale, bei dem es darum ging, möglichst innovativ, zukunftsorientiert und klimafreundlich zu bauen, überzeugten die CPC-Elemente von Beginn an. Dank der Vorspannung bleiben die steifen Platten unter Gebrauchslast zudem rissfrei. Der Einsatz von CPC-Betonplatten ermöglicht je nach Konstruktion Material-Einsparungen von bis zu 80 Prozent und reduziert den CO2 -Fußabdruck des Bauteils um bis zu 75 Prozent.

TitelMehr Infos: Geopolymerbeton

Geopolymerbeton (EFC® = Earth Friendly Concrete) enthält keinen Zement und verursacht dadurch deutlich weniger CO₂-Emissionen als herkömmlicher Portlandzementbasierter Beton. Er verfügt während seiner gesamten Lebensdauer über eine extrem hohe Säure- und Sulfatbeständigkeit.

Eine Besonderheit bei dem Bau der DRK-Zentrale ist, dass Teile der Fassade unter Einsatz eines 3D-Druckers entstehen, zudem kommt recycelter Bauschutt zum Einsatz. Dank Photovoltaik und Speicher wird dieses Pilotprojekt nach seiner Fertigstellung autark mit eigenproduzierter Energie versorgt.

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